Gründerinnen von BINU – natürliche Gesichtsseifen | „Die Selbstständigkeit war für uns immer ein langfristiges Ziel.“

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Zwei Freundinnen, die sich seit 16 Jahren aus der Schulzeit kennen, gründeten zusammen BINU. Nami Fündling, gebürtige Koreanerin, brachte eines Tages ihrer Freundin Katharina Bürger ein Stück Calendula Seife aus Korea mit. Daraus entstand dann die Idee nach einer 100% natürlichen Gesichtsreinigung ohne Spannungsgefühle nach dem Waschen und mit einem Extra an Pflege. Die beiden Gründerinnen testeten andere Seifen, fanden aber keine vergleichbare Qualität und entschieden so, selbst Gesichtsseifen herzustellen, die aus wenig bekannten Inhaltsstoffen wie Hinoki Wasser, Bambus Aktivkohle oder Bambus Holzessig bestehen. Die Manufaktur für BINU Seifen ist die Firma von Namis Eltern, die in Korea seit 2007 Vorreiter in der Produktion von Bienenwachs-Kerzen sind. Mehr über die Naturseifen von BINU, wie das Gründen mit einer Freundin ist und warum Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für die beiden ist, lest ihr im Interview!

Katharina & Nami, wie habt ihr euch kennengelernt?

Auf dem Schulhof. Nami war gerade mit 15 Jahren aus Korea nach Berlin gezogen und hatte ihren ersten Tag auf dem Gymnasium in Deutschland. Wir haben dann zusammen Abitur gemacht, was eine große Leistung ist, wenn man bedenkt, dass Nami fast ohne Sprachkenntnisse nach Deutschland gekommen ist!

Nami Fündling (li.) & Katharina Bürger (re.), Gründerinnen von BINU

Wie kam es zu der Idee, BINU zu gründen? Und was genau steckt hinter BINU?

Wir sind beide aus Familien mit Unternehmergeist, die Selbstständigkeit war für uns immer ein langfristiges Ziel. Als Nami dann hochwertige Gesichtsseifen aus Korea mitbrachte, waren wir beide begeistert von der großartigen Pflege und haben uns gedacht: “Wenn nicht jetzt, wann dann?”.

BINU bedeutet auf Koreanisch „Seife“. Der Trend zur Stückseife hat sich in Korea entwickelt, da immer mehr Menschen unter Kontaktallergien und Akne leiden. Chemisch einfache Naturseife kann hier helfen. Wir können mit BINU Gesichtsseifen in Deutschland auch immer mehr Kunden begeistern.

"BINU bedeutet auf Koreanisch 'Seife'."

Bloggerin Katharina von ktinka meint: „Nie wieder ohne“, eine andere Kundin schrieb: „Ich bin total begeistert von der Einfachheit der Pflege und dem tollen Ergebnis“. Das Besondere sind unsere spannenden und hierzulande wenig bekannten Inhaltstoffe, wie Hinoki Wasser, Bambus Aktivkohle oder Bambus Holzessig.

Wo lasst ihr die BINU Seifen herstellen? Und wie funktioniert die Qualitäts-Kontrolle?

Wir sind ein Familienbetrieb, denn in der Manufaktur von Namis Eltern im Süden von Korea werden unsere Seifen im schonenden Kaltverfahren hergestellt. Die Manufaktur liegt inmitten von Bambuswäldern und ist seit 2007 führend in der Produktion von Bienenwachskerzen.

Die Mitarbeiterinnen sind routiniert und arbeiten sehr sorgfältig, eine zweite Qualitätskontrolle erfolgt über Stichproben von uns in Deutschland.

Freundschaft und Business-Partnerschaft, trennt ihr da strikt Business und privates Leben? Welche Tipps habt, ihr für Freundinnen, die zusammen gründen und arbeiten wollen?

Toleranz und Vertrauen sollten unbedingt von beiden Seiten vorhanden sein. Wer das nicht mitbringt, sollte sich in dieser Konstellation nicht selbstständig machen. Wir kennen uns mittlerweile schon 16 Jahre, vertrauen uns und wissen genau, wie der andere tickt.

"Toleranz und Vertrauen sollten unbedingt von beiden Seiten vorhanden sein."

Das ist sehr wertvoll, da wir auf Stärken bauen und Schwächen besser ausgleichen können. Während der Arbeitszeit sprechen wir übrigens kaum über Privates, das wird in die Mittagspause oder auf ein Glas Wein am Abend geschoben. Das ist auf jeden Fall wichtig für die Produktivität.

Habt ihr selbst auch schon immer Naturkosmetik benutzt? Und was sind für euch die großen Vorteile gegenüber konventioneller chemischer Kosmetik?

Leider nein, muss man sagen. Das Interesse für Kosmetik kam generell überhaupt erst mit der Pubertät auf. Da greift man dann aber ganz unreflektiert – so zumindest in unserer Generation – zu den „Anti-Pickel Versprechern“, die alles nur noch schlimmer machen.

Etwas später, meist mit 20+ Jahren, entdeckt man dann etwas kostspieligere Kosmetika und ihre Vorteile für sich. Zur puren Naturkosmetik kamen wir beide erst mit Ende 20 – leider muss man sagen! Ein klarer Vorteil ist, dass die Haut wirklich von Naturkosmetik profitieren kann.

Mit Produkten, die Inhaltsstoffe aus Mineralöl beinhalten kann unsere Haut oft wenig anfangen, denn sie sind Effekthascher, d.h. machen die Haut optisch praller, nähren sie aber nicht. Silikone sind beispielsweise Füllstoffe, die sich über die Hautzellen legen und dort die Feuchtigkeit stauen, sie aber nicht weitergeben.

Darüber hinaus eignet sich Naturkosmetik vor allem für die Menschen, die an Kontaktallergien leiden, was leider immer häufiger der Fall ist. Auslöser hierfür sind sehr häufig synthetische Konservierungsmittel. Das sollte ein Warnsignal sein, umzudenken.

Wart ihr schon immer an den Themen Natur, Wellness, Fairness und Umwelt interessiert? Warum findet ihr diese Themen so wichtig?

Wir sind in den letzten paar Jahren große Verfechter von Naturkosmetik geworden – auch, weil die Produkte ökologisch und ökonomisch nachhaltiger gedacht sind!

Wir sind der Überzeugung, dass Wellness, d.h. sich selbst etwas Gutes tun, nicht auf Kosten anderer geschehen sollte. Deshalb sind wir gegen Tierversuche und Produkte, die nicht biologisch abbaubar sind. Faire Arbeitsbedingungen sind außerdem ein großes Muss.

BINU ist ausschließlich Online zu bestellen. Wieso nur Online?

Wir sind als Online-Shop gestartet und bauen Stück für Stück ein Vertriebsnetz aus kleinen, feinen Läden in Deutschland aus. Diese kann man auf unserer Website nachschauen.

Die Mehrheit der Menschen, die keine Naturprodukte kaufen, sagen, dass diese zu teuer sind: Was würdet ihr denen sagen?

Man sollte immer auch hinter den Preis schauen! Preisgünstige Seifen sind beispielsweise aus Schlachtabfällen und Abfallprodukten aus der Mineralölindustrie gefertigt. Das riecht natürlich nicht besonders lecker und wird mit viel Parfum überdeckt. Wenn man das also weiß, stellt sich die Frage, ob man damit Hände oder sogar das Gesicht waschen möchte.

Was sind eure Pläne für 2016/2017?

Wir wollen mehr Menschen für unsere hochwertigen Gesichtsseifen begeistern und Stück für Stück wachsen. 2016 wird es bei uns eine limitierte Weihnachts-Edition Seife und tolle Accessoires für die Gesichtsreinigung und Aufbewahrung geben.

2017 werden wir weitere Gesichtspflegeprodukte mit spannenden, wirksamen Inhaltsstoffe herausbringen. Ihr dürft also gespannt sein!

Danke für das Interview!

Fotos: ©Luise Müller-Hofstede / fromberlinto

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