Humans of New Work – New Work durch eine holistische Transformation!

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Wie oft, wenn überhaupt, fragst Du dich: Warum gehe ich zur Arbeit? Wegen des Geldes? Der Kollegen? Dieser Frage geht das Strategieberatung-Startup SOULWORX im breiteren Kontext bei Unternehmen und Führungsverantwortliche an. Heute, in unserer digitalen Welt, braucht es eine holistische Veränderung und Orientierung von Organisationen - hin zu Menschlichkeit und Sinnhaftigkeit. Diese Mission hat Julia von Winterfeldt, Gründerin und Human Leadership Advocate ins Leben gerufen treibt sie gemeinsam mit Junior Partnerin Monika Jiang und Jana Stolz an. Mit Sitz in Hamburg und Berlin schafft das Frauenteam den Spagat zwischen fachlicher, digitaler Expertise, New Work Mindset und - wie es die Soulworkerinnen nennen - Collective Genius!

Erzählt uns die Geschichte hinter SOULWORX. Was hat Dich, Julia, dazu bewegt aus der Agenturwelt auszusteigen und deinen eigenen Weg zu gehen?

Julia: Ich habe SOULWORX gegründet, um mehr Sinn und Menschlichkeit in die Unternehmen hineinzutragen. Nach 20 Jahren Agenturbranche und Einblicke in die verschiedensten Branchen habe ich gemerkt, wie ich mir selbst nicht mehr gerecht wurde und erkannt, dass das System von Arbeit sich verändern muss. Die Digitalisierung ist dabei natürlich einer der Haupttreiber, weil sie sämtliche Organisationen vor komplexe Herausforderungen stellt. Hinzu kommt der Generationswandel und damit neue Ansprüche an die Form und Kultur von Arbeit. Wenn wir eine holistische Transformation wollen, dann muss es in der Führungsebene entschieden, durchgezogen und vor allem vorgelebt werden. Es ist an der Zeit, dass Führungskultur an weiblichen Qualitäten gewinnt - Empathie, Intuition, Emotionen und Sensibilität.

"Wenn wir eine holistische Transformation wollen, dann muss es in der Führungsebene entschieden, durchgezogen und vor allem vorgelebt werden."


Wie habt ihr euch als Team zusammengefunden? Was ist es, das jeden Einzelnen von euch antreibt und zu SOULWORX gebracht hat?

Monika: Mein Wille, etwas Sinnvolles und in erster Regel für mich selbst Wertvolles zu schaffen. Ich hatte keine Lust mehr, mich in verkrusteten Unternehmens-Systemen zu verlieren, als kleines Rädchen einer großen Maschine. Ich wollte nicht austauschbar sein, sondern aktiv sein, bewirken, in Austausch kommen und meine Gedanken zu meinen Vorstellungen der neuen Arbeitswelt teilen. Mit SOULWORX treibe ich genau das an, wofür ich selbst stehe und wo ich die Zukunft von Arbeit und Organisationen sehe.

Jana: Ich war auf der Suche nach einer Arbeitsaufgabe, die mich nicht durch Richtlinien und Hierarchien einschränkt sondern vielmehr Kreativität, Experimentierfreudigkeit und Lockerheit erlaubt. Gleichzeitig ist es mir wichtig, täglich Neues zu lernen und nicht bei Routineaufgaben stehen zu bleiben. Bei SOULWORX habe ich das gefunden.

Julia: Als Führungskraft wurde mir häufig entgegengebracht, ich sei zu freundlich, nahbar und damit angreifbar oder nicht durchsetzungsstark genug. Aber genau das sind meine Kerneigenschaften, die mich bezeichnen und als Gründerin und Führungskraft ausmachen. Ich bin niemand, der aufgrund von Performance-Reviews die Arbeit eines Einzelnen bewertet. Die Frage ist auch, inwieweit wird Erwerbstätigkeit und Geld als Motivation in Zukunft überhaupt eine Rolle spielen? Ich sehe den Menschen als Ganzes und möchte gemeinsam gestalten, mich austauschen und Neues lernen. Meine Mission ist, mit SOULWORX Veränderung durch die Interaktion zwischen uns Menschen stattfinden zu lassen. Und genau deswegen stehe ich jeden Tag auf, um meiner Vision von Neuer Arbeit und zukünftigen Organisationen nachzugehen und den Fokus auf die Menschlichkeit zu setzen, die uns alle verbindet.

"Ich sehe den Menschen als Ganzes und möchte gemeinsam gestalten, mich austauschen und Neues lernen."

Photo: Alexis Brown

Ihr arbeitet verteilt aus Hamburg und Berlin und nahezu ohne Hierarchien. Wie können wir uns eure Zusammenarbeit vorstellen, wer trägt was bei?

Jana: Da ich noch relativ frisch aus meinem Bachelorstudium komme, weiß ich dass ich nicht mit sehr viel Arbeitserfahrung punkten kann. Oft braucht es das aber gar nicht. Bei SOULWORX ist meistens meine persönliche Meinung gefragt, es geht also mehr um meine eigene Sichtweise auf die Arbeitswelt. Bei der Entwicklung von neuen Konzepten und Ideen, kann ich oft mit meiner Kreativität beitragen. Für interne Weiterentwicklungen und Kundenprojekte nutzt mir mein gutes Menschenverständnis.

Julia: Natürlich bringe ich an erster Stelle Erfahrungen und Expertise, gerade im Digitalen Bereich mit, die die Basis unseres Wirkens schaffen. Vor allem aber verstehe ich mich als ‘Enabler’ und jemand, der Potenziale erkennen und fördern will. Ich schätze den Austausch im Team und mit Kunden auf Augenhöhe sehr. Wir leben unsere Werte ganz praktisch, angefangen mit unseren Ritualen, Meetingstrukturen, Tools und Methoden bis hin zu unseren selbstgewählten, hierarchiefreien Titeln - das ist es, was unsere Kultur ausmacht. Ich möchte diese konstant weiterentwickeln und alle mitgestalten lassen, ohne dabei den Kompass, unseren eigenen Kompass, zu verlieren.

Monika: Ich bin jemand, der Dinge aktiv antreibt und macht, ohne alles perfekt auszuarbeiten und zu warten. Deshalb auch Millennial Activist. Ich stehe für eine Generation, die arrogant rüberkommen mag, in meiner Definition aber eine gute Portion Selbstführung mitbringt und Neues einfordert. Das bedeutet nicht, dass das alles richtig ist und umgesetzt werden muss, es ist aber ein Zeichen dafür, bestehende Systeme und Denkweisen aufzurütteln und eine (R)Evolution zu starten! Für den Wandel hin zu einer neuen Arbeitswelt - welche alternativen Formen es bereits gibt, sammeln wir in unserem Digitalen Storybook Humans of New Work.

Website von Humans of New Work

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Arbeitswelt? Wie ist eure Haltung dazu?

Jana: Arbeit sollte sinnstiftend sein, wir sollten die Auffassung loswerden, dass wir nur arbeiten um Geld zu verdienen. Man lebt nur einmal, warum dann einen Großteil seiner Lebenszeit mit etwas verschwenden, was nicht erfüllt? Gleichermaßen wünsche ich mir, dass wir aufhören uns durch Titel zu profilieren, deshalb hat mich SOULWORX auch gleich angesprochen. Was sagt es schon über die Persönlichkeit aus ob man Doktor, CEO oder Dachdecker ist? Ich hoffe, dass wir irgendwann an einem Punkt ankommen, wo wir uns mit persönlichen Werten, Interessen und Meinungen vorstellen können.

"Man lebt nur einmal, warum dann einen Großteil seiner Lebenszeit mit etwas verschwenden, was nicht erfüllt?"

Monika: New Work ist für mich die Chance, den Menschen als Individuum mit seinen persönlichen Bedürfnissen und Lebenssituationen in den Mittelpunkt zu stellen - statt ihn als Ressource zu sehen. New Work ist ungewiss, genau wie die Zukunft. Deshalb appelliere ich an uns alle, gerade diejenigen, die noch in der Schule oder im Studium sind - fordert ein, was ihr braucht, um euer Potenzial zu erfüllen! Wir alle sind dazu aufgerufen, die neue Arbeitswelt anzutreiben und damit aktiv zu verändern!

Julia: New Work ist eine Evolution des Systems von Arbeit. Gerade im Digitalen Zeitalter muss der Fokus von Tools, Methoden und Prozessen auf den einzelnen Menschen gesetzt werden. Deshalb ist New Work für mich eine Haltung, die den Sinnzweck im Herzen aller Veränderung trägt. Für das zukünftige Leadership braucht es heute einen Wandel hin zu Nahbarkeit, Transparenz und Persönlichkeit, um individuelle Bedürfnissen berücksichtigen zu können. Gerade in Hinblick auf die rasante Technologieentwicklung, Automatisierung und Robotisierung: Welche Rolle nehmen wir als Menschen ein? Wir sollten nicht nur darüber diskutieren, sondern heute anfangen, etwas tatsächlich zu verändern.

"New Work ist eine Evolution des Systems von Arbeit."


Crowdfunding-Kampagne unterstützen!

Humans of New Work ist eine Bewegung für Dich, Mich und uns alle, die die Zukunft von Arbeit mitgestalten wollen! Unterstützt die Plattform für neues Denken, Veränderung und Dialog mit eurem Beitrag auf Startnext:

www.startnext.com/humans-of-new-work

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