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Interview mit Lea Lange, Gründerin von Juniqe: „Das Gefühl, das Unternehmen weiterzuentwicklen, ist sehr bereichernd.“

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Lea Lange studierte BWL an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und machte ihren Master in internationalem Management an der ESADE in Barcelona. Während ihrer Studienzeit absolvierte sie mehrere Praktika in Unternehmensberatungen und arbeitete nach ihrem Abschluss zunächst im Start-up Casacanda, welches dann vom US-amerikanischen Mitbewerber Fab.com gekauft wurde. Bei Fab.com leitete Lea den Strategien- und Analysenbereich und lernte dort auch ihren Mitgründer Marc Pohl, der für den Bereich Logistik und Operations zuständig war, kennen. Durch ihre Zusammenarbeit stellten beide fest, dass sie sich gut in ihren Kenntnissen und Fähigkeiten ergänzen. Gemeinsam mit Marcs ehemaligem Kommilitonen Sebastian Hasebrink gründeten die drei dann 2013 das Unternehmen JUNIQE in Berlin. Mit dem Claim „Art. Everywhere.“ verkauft JUNIQE bezahlbare Kunst aus aller Welt.

Interviewauszug aus "The Female Founders Book. Das Buch für unternehmerische Inspiration"

Juniqe-Gründerin Lea Lange - Erfolgreich mit bezahlbarer Kunst

Wie entstand die Idee zu JUNIQE?

Ich richte gerne ein und beschäftige mich intensiv mit den Themen Design und Kunst, sowie mit Designprodukten. Und obwohl ich mich sehr gut mit diesen Themen auskenne, hätte ich nicht sagen können, wo man individuelle und bezahlbare Wandbilder kaufen kann.

So wurde die Idee zu JUNIQE geboren und wir bieten nun sehr schöne Kunstprodukte an. Zudem hatten wir Gründer durch unsere beruflichen Er­fahrungen bei Fab.com bereits relevantes Vorwissen. So kam meine Leidenschaft für Kunstprodukte mit einem konkreten Geschäftskonzept zusammen.

Im Gründerteam bist du die einzige Frau zwischen deinen männ-lichen Mitgründern. Wie waren da bislang deine Erfahrungen?

Bei uns sieht man, wie Männer und Frauen in Teams richtig gut funk­tionieren können. Zum einen sind wir auch privat gut befreundet und wohnen alle sogar in derselben Straße. Zum anderen ergänzen wir uns sehr gut.

Unsere Stärken und Schwächen sind ziemlich unter­schiedlich, aber darum funktioniert JUNIQE auch so gut. Wir hören uns immer zu, diskutieren viel und treffen alle Entscheidungen gemeinsam. Dieses Konstrukt ist auch einer unserer Erfolgsfaktoren, warum wir da sind, wo wir jetzt sind.

Wie viele Mitarbeiter habt ihr mittlerweile im Team und welche Er­fahrungen hast du in der Position als Chefin gemacht?

Am Anfang waren wir fünf Mitarbeiter, 2017 sind wir mehr als 100 Leute. Was sich am Anfang noch ein bisschen wie Gruppenarbeit in der Schule angefühlt hat, bringt jetzt mit so vielen Mitarbeitern auch die Herausforderung, die Start-up-Unternehmenskultur am Leben zu erhalten. In den letzten Jahren habe ich gemerkt, wie wichtig das Thema Mitarbeiterentwicklung ist.

Es ist wichtig, Erfolge zu feiern und aus Fehlern zu lernen.

Bei uns arbeiten auch sehr viele junge Menschen, und daher kann ich natürlich nicht erwarten, dass jeder neue Mitarbeiter vom ersten Moment an alle meine Erwartungen erfüllt. Daher gebe ich mittlerweile viel direktes Feedback, bleibe aber natürlich immer sehr fair. Es ist wichtig, Erfolge zu feiern und aus Fehlern zu lernen.

Bei uns gehört konstruktives 360-Grad-Feedback zur Routine, das heißt, auch meine Mitarbeiter geben mir regelmäßig direkt Rückmeldung. So können wir uns alle weiterentwickeln und ver­meiden Stillstand.

The Female Founders Book. Das Buch für unternehmerische Inspiration

Worauf sollte man achten, wenn man auf der Suche nach einem Business Angel ist?

Man sollte darauf achten, dass der Business Angel auch Know-how mitbringt. In Berlin sind meist diejenigen Business Angels, die vorher bereits ähnliche Sachen gemacht haben. Das bedeutet, dass hier rele­vantes Vorwissen vorhanden ist. Dadurch können die Business Angels jungen Gründern wirklich weiterhelfen, da sie meist auch bereits an dem Punkt waren, an dem man gerade steht.

Du wurdest zu den „ Forbes 30 under 30 “ in Europa gewählt. Fühlt man sich dadurch dann erfolgreich oder woran machst du deinen Erfolg fest?

Natürlich freut es mich, wenn ich von einem Unternehmen wie Forbes ausgezeichnet werde, und von anderen Menschen dafür gelobt werde. Aber erfolgreicher fühle ich mich dadurch nicht. Das liegt ein­fach daran, dass man den ganzen Tag sehr viel auf seiner Agenda hat und auch sieht, was vielleicht nicht ganz so gut läuft.

Viel eher macht es mich stolz, wenn wir richtig gutes Feedback von einem sehr guten Investor bekommen oder ich ins Büro komme und das Gefühl habe, dass alle Mitarbeiter motiviert und mit viel Leidenschaft bei der Sache sind.

Es macht mich stolz, wenn ich das Gefühl habe, dass alle Mitarbeiter motiviert und mit viel Leidenschaft bei der Sache sind.

Was macht dir am meisten Spaß in deinem Beruf als Gründerin?

Das eine ist, dass ich mit den Leuten zusammenarbeite und jeden Tag verbringe, mit denen ich auch gerne zusammen bin. Da ich mein Team selber eingestellt habe, konnte ich das entsprechend selber bestimmen und auf Kriterien achten, die mir wichtig sind. So macht die Zusammenarbeit im Team einfach viel Spaß. 

Und das zweite ist, dass man jeden Tag sieht, welchen Wert man eigentlich kreiert hat. Das Gefühl, dass ich das Unternehmen, aber auch mich selber, einfach jeden Tag weiterentwickle und dabei so viele Sachen dazu lerne, ist sehr bereichernd.


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