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Kundenherzen erobern: Wie Du in 7 Schritten emotionales Personal Branding betreibst

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Geht es Dir auch so, dass Du lieber bei jenen Menschen etwas kaufst, die Du gut findest, ja mit denen Du auch befreundet sein könntest? Und im Umkehrschluss – lassen Dich glattpolierte, idealisierte Inhalte mittlerweile auch kalt, da sie nichts in Dir auslösen und Dich eher langweilen?


Wer keine Emotionen kommuniziert, wird nicht gesehen

Dann geht es Dir genauso wie den meisten Menschen da draußen. Aufgrund einer sich ständig erweiternden Medienwelt erleben wir eine tägliche Reizüberflutung an neuem Input.

Wir schaffen es gar nicht mehr, alles zuzuordnen und zu bewerten. Deshalb schalten wir einfach auf Durchzug und so gehen auch viele gut durchdachte Werbemaßnahmen spurlos an uns vorbei.

Aber wenn schon die großen Marken mit ihrer Kommunikation auf Granit beißen – wie schaffen es dann Gründer, Solopreneure und Kleinunternehmer, die Aufmerksamkeit potentieller Kunden zu erhalten?

Eine Marke braucht ein Gesicht. Nur dann kann emotionale Nähe entstehen.

Das Geheimnis ist die emotionale Nähe. Ich nenne es gerne den „Freundschafts-Effekt“. Große Firmen tun sich sehr schwer, ihrer Marke Charakter und Persönlichkeit einzuhauchen. Wie auch, wenn viele tausende Menschen dort arbeiten, die eigentlich bloß dort sind, um Geld zu verdienen?

Gründer und Einzelkämpfer hingegen haben hier einen klaren Vorteil: sie sind das Gesicht ihres Business. Sie stecken ihr ganzes Herzblut in das Projekt. Damit können sie Menschen emotional berühren und enge Bindungen sowie Vertrauen aufbauen.

Gründer und Einzelkämpfer hingegen haben hier einen klaren Vorteil: sie sind das Gesicht ihres Business.

Den Vorteil, dass Du Kunden direkt mit Deiner Person überzeugen kannst, solltest Du als Gründerin auf jeden Fall nutzen!

PR-Expertin und Autorin dieses Beitrags: Andrea Alton

Hilfe, ich will mich gar nicht ins Rampenlicht stellen!

Charakter zeigen heißt natürlich auch, etwas von sich preiszugeben. Eine Meinung zu haben und diese zu vertreten. Nun, vor allem wir Frauen finden es anfangs gar nicht so prickelnd, uns zu positionieren. Wir könnten ja anecken.

Aus Angst, eingebildet oder überheblich zu wirken, stellen wir uns lieber in die zweite Reihe. Dabei ist es durchaus möglich, ein sympathisches Personal Branding rund um die eigene Person aufzubauen. Ich verrate gleich Schritt für Schritt, wie dies gelingt.

Was soll ich um Himmels willen von mir erzählen?

Eine weitere typische Angst rund um das Thema Eigen-Marketing ist die genaue Content-Findung. Gründerinnen, die erkannt haben, dass sie ein wunderbares, mächtiges Kommunikationsinstrument in der Hand halten, verzweifeln oft am „wie“. Sie fragen sich, was sie von sich erzählen sollten. Ihr Leben scheint zu banal zu sein, um es in rauschenden Farben zu erzählen.

Zum Glück liegen sie damit falsch – oder besser gesagt: die rauschenden Farben werden gar nicht benötigt. Viel eher möchten potentielle Kunden die Person hinter der Marke kennenlernen, ihren Alltag sehen und mitfühlen. Wie schon erwähnt: glattpoliert war einmal. Heute sind echte Emotionen, Geschichten und Anekdoten gefragt, wenn eine Bindung entstehen soll.

PR-Expertin und Autorin dieses Beitrags: Andrea Alton

Emotionales Branding verändert Kundenbeziehungen von Grund auf

Nachdem ich Dir nun ein wenig den Kopf gewaschen habe, was persönliche Ängste und Sorgen angeht, möchte ich Dich in die spannende Welt des emotionalen Personal Brandings mitnehmen. Diese Reise wird Deine Beziehung zu Deinen (potentiellen) Kunden von Grund auf verändern und Dir ganz neue Verbindungen, ja möglicherweise sogar Freundschaften bringen.

In 7 Schritten zu einem emotionalen Personal Branding, um die Herzen Deiner (potentiellen) Kunden zu erobern.

1. Schritt: Themen definieren

Zuallererst solltest Du deine Themen definieren. Für was möchtest Du einstehen? Was ist Dir wichtig? Du musst dafür gar nicht alle Interessen, die Du in Dir vereinst, auflisten. Meistens reicht ein starkes Themengebiet oder zwei. Gerne gebe ich Dir ein paar bekannte Beispiele: Louisa Dellert engagiert sich z.B. für Body Positive und Umweltschutz, während man mit Natascha Wegelin von Madame Moneypenny Frauen und Finanzen in Verbindung bringt. Bestimmt haben die beiden Damen noch weitere Interessen in ihrem Leben, aber in der Öffentlichkeit werden sie eben als Expertinnen für die oben genannten Schwerpunkte gefeiert.

Warum Du dich unbedingt festlegen solltest? Na wenn Du es nicht tust, tun es andere für Dich. Du wirst dann einfach in eine Schublade gesteckt. So denkt zumindest Tijen Onaran, die in Sachen „Branding“ wirklich eine der Besten ist. Ihre Bücher sind sehr lesenswert.

2. Schritt: Kommunikationskanäle festlegen

Die Kommunikation des emotionalen Personal Brandings braucht eine Plattform. Heute gibt es dafür unendlich viele Möglichkeiten – online, aber auch offline. Man denke nur an die ganzen Gruppen, Vereine und Veranstaltungen, die gemeinsam für bestimmte Werte einstehen.

Überlege, welche Kanäle Du gerne nutzt und wo sich bestenfalls auch Deine Kundschaft aufhält. Da emotionales Personal Branding eine kontinuierliche Aufgabe darstellt, sollte die Auswahl durchdacht werden, denn Du wirst die ausgewählten Kanäle in Zukunft häufig besuchen.

3. Schritt: Thesen formulieren

Während Du im Schritt eins erst die Themen definiert hast, gehen wir nun eine Ebene tiefer. Wie lauten Deine Thesen? Welche Meinungen vertrittst Du auf dem definierten Schwerpunktgebiet? Zeige gerne Charakter und notiere ein paar starke Statements, hinter denen Du zu hundert Prozent stehst.

Ein Beispiel: „Eine plastikfreie Lebensweise ist möglich“. Oder: „Alle Frauen sollten in Aktien investieren“. Diese Thesen sind die Grundlagen Deiner Kommunikation. Dafür stehst Du nun ein. Keine Sorge, die sind nicht in Stein gemeißelt.

Du wirst Dich mit der Zeit verändern und damit werden sich auch Deine Statements verändern. Das ist ok, deshalb fürchte Dich nicht vor einem starken Auftritt von Beginn an.

4. Schritt: Themenplan erstellen

Damit Deine Kommunikations-Pipeline gefüllt bleibt, solltest Du eine Art Redaktionsplan erstellen. Es bewährt sich oft, wenn Du am Monatsbeginn bereits feste Themen und auch Formate festlegst.

Mit Formaten meine ich: jeden Dienstag eine Live-Session auf Facebook mit Fragerunde. Oder eine persönliche Geschichte jeweils am Donnerstag. So erleichterst Du dir die Content-Erstellung und musst nicht jeden Tag wieder auf’s Neue überlegen, wie Du deine Werte und Ideen an den Mann oder die Frau bringst.

Und zwischendurch berichtest Du einfach über Deinen Alltag. Menschen lieben es, Dich kennenzulernen.

5. Schritt: Vordenker werden

Wer seine Branche gut kennt und sie in all ihren Facetten zu analysieren vermag, kann sich als Experte etablieren, dem die Menschen gerne zuhören. Damit Du zum Vordenker wirst, solltest Du stets up to date bleiben, was Deine Themen betrifft.

Abonniere deshalb relevante Newsletter, folge spannenden Influencern auf den Social Networks und tausche Dich in Foren aus. Heute gibt es so viel kostenloses Wissen, das angezapft werden kann. Das solltest Du auf jeden Fall nutzen, um es anschließend auf Deinen Plattformen weiterzugeben.

6. Schritt: Emotionen und Schwächen zeigen

Deine gesamte Kommunikation und Deine Themen sollten unbedingt emotional behaftet sein. Sprich deshalb über persönliche Erlebnisse und Eindrücke, teile Deine Meinung, kommentiere die aktuelle Nachrichtenlage, zeige dein Engagement, challenge Dich selbst und sprich darüber, erzähle von Fehlern und Schwächen – kurz gesagt: hab keine Angst davor, echte Emotionen zu zeigen.

Dies ist der wichtigste Punkt des Personal Brandings. Leute werden sich zwar auch an Deine einzelnen Ratschläge erinnern, aber viel wichtiger ist, dass sie Dich als Mensch kennenlernen und Dich mit gezielt definierten Werten (siehe Schritt 1) in Verbindung bringen.

7. Schritt: Community Building und Austausch fördern

Eine Community ist der stärkste Rückhalt, den Du im emotionalen Personal Branding hast, denn sie trägt Deine Botschaft wie ein Megafon weiter. Deshalb solltest Du unbedingt den Schritt von reiner Kommunikation zum Dialog wagen.

Der Unterschied: Kommunikation ist oft einseitig behaftet und baut deshalb keine so starke Kundenbindung auf. Ein Dialog hingegen führt dazu, dass sich Menschen eng an Dich binden und Dich als „Freundin“ wahrnehmen.

Fördere also ganz bewusst die Interaktivität, z.B. durch Umfragen oder Fragestellungen, bitte um Feedback oder animiere zum Mitmachen bei Challenges. Aus einer gut funktionierenden Community entwickeln sich nicht selten gute Freundschaften.

Zusätzlicher Personal-Branding-Push: Mit den Medien darüber sprechen

Die Community immer weiter auszubauen bedeutet viel Arbeit und Zeitaufwand. Schneller Gehör und vor allem eine echte Stimme verschaffst Du dir am zügigsten über die Medien. Die Medien sind nämlich ein zuverlässiger Multiplikator Deiner Botschaften.

Kontaktiere also gerne Journalisten, bringe ihnen Deine Thesen nahe und erkläre, was Du damit erreichen möchtest. Journalisten lieben echte Emotionen und Geschichten. Ich bin sicher, dass einige von ihnen gerne über Dich berichten – vor allem dann, wenn eine aktive Community hinter Dir steht.

Wenn Du in der Hinsicht Medienarbeit einen kleinen Strategieplan brauchst, dann sichere Dir gerne mein kostenloses PR-Starter-Workbook.

Es erklärt Gründerinnen und Einzelunternehmerinnen, wie sie zügig und effektiv mit der Presse in Kontakt treten können.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Es wird immer Kritiker geben

Immer dort, wo jemand Persönlichkeit zeigt, ist der nächste Kritiker nicht weit. Irgendjemand wird früher oder später mit Deiner Persönlichkeit und Deiner Präsentation anecken. Der Fall tritt immer ein. Oft steckt aber bloß Neid oder Langeweile dahinter. Lass Dich davon nicht verunsichern. Freu Dich lieber über Deinen steigenden Bekanntheitsgrad und Dein gelungenes, emotionales Personal Branding.


Autorin: Andrea Alton

Andrea Alton stammt ursprünglich aus Südtirol im Norden Italiens. Nach einem Kommunikationsstudium in Mailand zog sie 2014 nach München und arbeitet seitdem als PR-Beraterin mit großen Marken aus verschiedenen Branchen wie Mode, Wirtschaft und IT zusammen. Dabei ist sie in stetem Kontakt mit Tageszeitungen, Magazinen und TV-Sendern, aber auch mit Influencern sowie spannenden Persönlichkeiten. Auf ihrer Website www.andrea-alton.com gibt sie ihr gesammeltes Wissen über die „Großen“ an kleine Business‘ weiter und zeigt Gründerinnen sowie Startups, wie sie die PR für ihr Business selber machen können.


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