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Maxie Matthiessen | Gründerin von Ruby Cup: „Man muss nicht als Unternehmerin geboren sein, jeder kann es lernen!“

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Maxie Matthiessen hat zusammen mit ihren Mitgründerinnen Veronica D’Souza und Julie Weigaard-Kjaer das Unternehmen Ruby Cup 2011 gegründet. Dort vertreiben sie Menstruationstassen, die eine gesündere Alternative zu Tampons darstellen und aus medizinischem Silikon hergestellt werden. Vor kurzem wurde Ruby Cup dann auch in der ZDF-Show "Kampf der Start-ups" zum Gewinner gekürt.

Im Fempreneur Interview berichtet Maxie von ihrem sozialen Unternehmen, dem Engagement in afrikanischen Ländern und der Herausforderung das Tabu-Thema Menstruation anzugehen. Und Maxies abschließender Tipp für Fempreneure ist wunderbar motivierend. Aber lest selbst!

Maxie, du bist Mitgründerin von Ruby Cup. Wie hast du deine Mitgründerinnen kennengelernt? Und welchen Vorteil siehst du darin im Team zu gründen?

Ich habe meine Mitgründerinnen über Projekte und Arbeiten an der Uni in Kopenhagen kennengelernt. Somit kannten wir uns sehr gut und wussten, wie wir arbeiten und was die Stärken und Schwächen der anderen Betraf. Dies war eine sehr gute Grundlage, ein gemeinsames Business aufzubauen.

Maxie Matthiessen mit ihrer Mitgründerin Julie Weigaard-Kjaer

Der Vorteil am Gründen im Team ist, das 1 plus 1 Gehirn gleich 3 ergeben. Indem man sich austauscht, entsteht mehr als man individuell schaffen könnte. Und auch für die Psyche ist es angenehm, in stressigen Zeiten Verantwortung teilen zu können.

Wie kamt ihr auf die Idee Menstruationstassen zu vertreiben?

Wir waren Nutzerinnen des Produktes, welches in Dänemark ein steigender Trend ist, waren allerdings nicht zufrieden mit dem Design und wollten darüber hinaus etwas Gutes tun für Mädchen und Frauen, die sich anderorts keine Binden leisten können.

"Für jeden verkauften Ruby Cup über das Internet, spenden wir einen Ruby Cup an ein Mädchen in Afrika!"

Somit haben wir ein Top-Qualitätsprodukt entwickelt und uns eine soziale Komponente ausgedacht: für jeden verkauften Ruby Cup über das Internet, spenden wir einen Ruby Cup an ein Mädchen in Afrika.

Warum sollten Frauen von Tampons auf Menstruationstassen umsteigen? Was sind die Vorteile eures Produkts?

Der größte Vorteil liegt darin, dass Ruby Cup gesünder ist als Tampons, da das Produkt keine Bleichmittel, Parfums oder Zusatzstoffe enthält, die bei vielen Frauen zu Allergien oder anderen Nebenwirkungen führen können.

"Ruby Cup ist gesünder als Tampons."

Darüber hinaus, trocknet das Produkt nicht aus und kann länger im Körper bleiben, da es eine höhere Kapazität hat und dicht hält. Ein toller Nebeneffekt zu diesen Vorteilen ist, dass viel Müll gespart wird und auch Geld, dadurch, dass sich das Produkt über Jahre weiterverwenden lässt.

Ruby Cup ist ein soziales Unternehmen und hat sich als Ziel gesetzt die Frauenhygiene in der ganzen Welt zu verbessern. Was ist eure soziale Mission und Vision?

Unsere Mission ist, dass kein Mädchen und keine Frau aufgrund ihrer Monatshygiene benachteiligt sein darf. Daher setzen wir uns dafür ein, dass immer mehr Mädchen und Frauen Zugang bekommen, zu gesunder und hygienischer Monatshygiene.

Unsere Vision ist es, dass Ruby Cup oder Menstrual Cups im Allgemeinen Mainstream werden und dass alle Frauen über diese gesunde Alternative zu Tampons Bescheid wissen.

Ruby Cup wurde bereits mehrfach für sein soziales Engagement ausgezeichnet. Für welche sozialen Projekte setzt ihr euch ein?

Wir haben Projekte in Kenia, Uganda und Nepal, in denen wir eng mit lokalen Partnern zusammenarbeiten, um die Bildung von Mädchen zu fördern.

Dies tun wir über Aufklärung in den Bereichen reproduktive Gesundheit und das Spenden von Ruby Cups.

Wie sind die weiteren Pläne für Ruby Cup? Wo siehst du das Unternehmen in einem Jahr?

In einem Jahr sind wir, wie unsere Wettbewerber in den USA, flächendeckend im deutschen Einzelhandel.

Maxie, inwiefern hat sich dein Leben durch die Gründung eines Unternehmens geändert?

Es ist schwer zu sagen, inwiefern mein Leben sich verändert hätte, wäre ich nach der Uni beruflich woanders gelandet.

Ich weiß, dass ich durch Ruby Cup viele Vorteile erfahren habe. Ich habe dadurch eine Lernkurve erlebt, die ich niemals in einem großen Unternehmen erfahren hätte, habe tolle und viele Kontakte geknüpft mit Leuten, die hoch oben im NGO Bereich und der Business Welt zuhause sind.

"Ich schätze es, meine eigene Chefin zu sein."

Ich habe gelernt, Prioritäten zu setzen und schätze, dass ich meine eigene Chefin bin und dadurch sehr viel Gestaltungsmöglichkeiten und Freiräume habe.

Ruby Cup gibt es bereits seit 4 Jahren (seit 2011). Da hast sicherlich diverse Erfahrungen als Fempreneur gemacht. Was war dabei deine größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung war es, den Bereich und das Tabuthema Menstruation auf die Tagesordnung zu setzen.

Da sind wir einen sehr großen Schritt weiter gekommen und inzwischen berichten Medien flächendeckend über das Thema. Es betrifft ja auch 50% der Weltbevölkerung.

Welchen Tipp würdest du Fempreneuren für ihren Selbstständigkeitsweg mitgeben?

Überall liest und hört man, dass “Sie war die geborene Unternehmerin” oder “Er war der geborene Unternehmer”.

"Man muss aber nicht als Unternehmerin geboren sein, jeder kann es lernen."

"Man muss nicht als Unternehmerin geboren sein, jeder kann es lernen!"

Maxie Matthiessen, Ruby Cup​

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Wenn man das Unternehmer Dasein als Lernerfahrung sieht, dann kann sowieso nichts schief gehen, denn man lernt aus jeder Erfahrung.

Also seid mutig and “just do it”!

Vielen Dank für das Interview, Maxie!

 

 

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