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Nadine Antic | GlobalFlow: „Stellt euch darauf ein, dass am Ende alles anders kommt als geplant.“

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Nadine Antic hat mit ihrer Kommilitonin Seda Erkus im Jahr 2012 das Unternehmen GlobalFlow gegründet, welches sich mit der Optimierung des Abfall- und Wertstoffmanagements in produzierenden Unternehmen befasst. Im Fempreneur Interview berichtet Nadine dabei von ihrer Motivation, was GlobalFlow bereits erreicht hat und dem Gewinn des Darboven Idee-Förderpreises für Existenzgründerinnen und Jungunternehmerinnen. Zudem gibt Nadine wertvolle Tipps für andere Gründerinnen.

Nadine, wie bist du zusammen mit deiner Mitgründerin Seda Erkus auf das Thema Abfall- und Wertstoffmanagement gekommen und warum ist es euch so wichtig?

Wir haben Energie- und Recyclingmanagement im Bachelor studiert. Somit waren wir auf Umweltschutz, Ressourcenschonung und Klimawandel fokussiert. Auf Grund dieses Studiums war die Brisanz dieser Themen schon immer im Mittelpunkt.

Als wir dann während studentischer Tätigkeiten bei verschiedensten produzierenden Betrieben als idealistische Studenten mit der Praxis konfrontiert wurden, haben wir uns entschlossen das Thema anzupacken.

Welche Dienstleistungen und Unterstützung bietet Global Flow anderen Unternehmen an? Und wer ist dabei eure Zielgruppe?

Wir haben uns darauf spezialisiert, produzierende Betriebe zu beraten um Abfälle zu vermeiden, Umweltauswirkungen zu senken und Kosten einzusparen.

Dabei reichen unsere Kunden vom Handwerkerbetrieb bis hin zum Weltkonzern und über sämtliche Branchen, vom Autobauer bis zur Lebensmittelindustrie.

Ihr habt euer Unternehmen im Juni 2012 gegründet. Was konntet ihr seitdem erreichen bzw. verändern?

Wir konnten ca. 1.000t Abfälle vermeiden und Einsparungen über eine knappe Million Euro für unsere Kunden realisieren. Heute beschäftigen wir drei Mitarbeiter und sind dabei zu wachsen.

Des Weiteren haben wir eine Technik entwickelt, wobei emissionsfrei biogene Abfälle mit Hilfe von Würmern zu hochwertigem Dünger verarbeitet werden. Mit dieser Technik sind wir derzeit dabei eine zweite Firma zu gründen.

Letztes Jahr habt ihr dann auch den Darboven Idee-Förderpreis 2013 für Gründerinnen gewonnen. Herzlichen Glückwunsch nochmal! Warum sollten sich auch andere Gründerinnen hierfür bewerben?

Prinzipiell eignet sich die Teilnahme an einem Wettbewerb wie dem Darboven IDEE-Förderpreis sehr gut, um das eigene Geschäftsmodell zu evaluieren und zu optimieren. Das beginnt bereits beim Ausfüllen des Teilnahmebogens.

Die Anregungen der Jury sind ebenfalls Gold wert. Immerhin sind alle Juroren erfahrene Geschäftsmänner- und Frauen. Von so viel geballter Lebenserfahrung und Wissen kann man nur profitieren. Somit lohnt sich die Bewerbung in jedem Fall.

Inwiefern hat euch der Darboven Idee-Förderpreis weitergeholfen?

Weitergeholfen hat uns der Förderpreis in vielerlei Hinsicht. Das Geld haben wir in die Entwicklung unserer Technik und in das Wachstum des Unternehmens investiert. Somit konnten wir im Betrieb eine unerwartete Dynamik entwickeln.

Genauso wichtig war jedoch die Rückkopplung, die wir durch den Markt und die Bank erfahren haben. Dieser Preis stellt nach wie vor eine wichtige Referenz für uns dar.

Welchen Tipp kannst du Gründerinnen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit geben?

Wenn ihr euch sicher sein, dass ihr ein tragfähiges Businessmodell für euch entwickelt habt, kann ich nur raten: Seid offen und arbeitet kontinuierlich daran das Modell zu verbessern und seid auf die Wünsche der Kunden fokussiert. Je attraktiver das Modell für den Kunden wird, desto mehr werdet ihr umsetzen.

Evaluiert den Markt und euer Modell so gut wie möglich. Damit meine ich, bevor ihr viel Geld und Zeit investiert, arbeitet immer mit einer Lösung, mit der ihr „quick & dirty“ euer Geschäftsmodell überprüfen und kontinuierlich anpassen könnt. So seid ihr schnell und arbeitet mit minimalem Risiko.

Stellt euch darauf ein, dass am Ende alles anders kommt als geplant und, dass ihr in der Lage sein müsst damit umzugehen. Entsprechend wichtig ist Durchhaltevermögen und Engagement.

Letztlich ist es völlig irrelevant, ob ihr Männer oder Frauen seid. Zieht euer Ding durch. Selbst wenn es nicht funktionieren sollte, seid ihr um eine wertvolle Erfahrung reicher geworden die euch garantiert weiterbringen wird.


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