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Gründerinnen des Online-Magazins „Tea after Twelve“: Nicht von Zweiflern vom Weg abbringen lassen!

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Vor zwei Jahren haben Eva-Maria Verfürth und Sarah Klein das internationale Online-Magazin Tea after Twelve gegründet, womit sie eine inspirierende Alternative zu all den negativen Nachrichten-Schlagzeilen bieten. Bei Facebook hat das Magazin bereits mehr als 100.000 Follower und im September diesen Jahres gewannen die beiden zudem den Digital Communication Award als bestes Web-Magazin 2015. Im Interview musste ich die beiden also natürlich auch nach ihrem Erfolgsrezept fragen. Über das, Crowdsourced Journalism und noch viel mehr, könnt ihr jetzt hier lesen!

Ihr habt vor 2 Jahren das Online-Magazin „Tea after Twelve“ gegründet. Worum geht es in eurem Magazin und welche Werte sind euch dabei wichtig?

Tea after Twelve ist ein englischsprachiges Onlinemagazin für alle, die über den Tellerrand schauen und neue Perspektiven kennenlernen möchten.

Es stellt Innovationen, Erfindungen und kreative Ideen aus aller Welt vor: von Revolutionskunst aus Ägypten über Skateboards aus alten Fischernetzen bis hin zu Baumhäusern, in denen man wirklich wohnen kann.

Wichtig sind uns dabei zwei Dinge: Erstens möchten wir Geschichten erzählen, die motivieren und inspirieren. Und zweitens sollte Tea after Twelve wirklich international sein.

Deshalb gibt es auch kein festes Redaktionsteam in Deutschland, sondern mittlerweile haben über 100 Autoren aus rund 60 Ländern Ideen und Artikel beigetragen.

Das Online Magazin Tea after Twelve

Was war eure Motivation das Online Magazin zu gründen und was bedeutet „Tea after Twelve“?

Tea after Twelve bezieht sich auf das deutsche Sprichwort „es ist fünf vor zwölf“, das ja oft gebraucht wird, um eine Katastrophe anzukündigen.

Wir waren es leid, dass in den Medien oft nur über Desaster und Skandale berichtet wird. Viele Berichte lassen einen als Leser völlig hilflos zurück: Krieg, Klimawandel, Finanzkrise – wenn man davon liest, verfällt man ja nahezu in Schockstarre. Das ist alles ganz schrecklich, aber man hat keinen Schimmer, was man dagegen tun kann.

Bei @Tea_after12 gibt es Geschichten darüber, wie man etwas verändern kann.

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Das wollten wir ändern: Bei Tea after Twelve gibt es Geschichten darüber, wie man etwas verändern kann. Noch ist uns der Himmel ja nicht auf den Kopf gefallen! Es ist die inspirierende Lektüre zur gemütlichen Tasse Tee – für all diejenigen, die es leid sind, den Kopf vor lauter Krisen immer nur hängen zu lassen.

Innerhalb der letzten 2 Jahre konntet ihr eine große internationale Reichweite aufbauen. Wie habt ihr das erreicht?

It’s Magic 😉 Nein, natürlich nicht nur. Aber wir müssen schon sagen, dass wir selber überrascht waren, wie schnell die Tea-Community gewachsen ist – damit hätten wir nicht gerechnet. Wir haben aber auch von Anfang an viel Energie in die Netzwerkarbeit gesteckt.

Tea after Twelve sollte international bekannt werden, und darum mussten wir von Anfang an in vielen Ländern präsent sein. Das haben wir unter anderem geschafft, weil wir schon beim Launch viele Partner mit an Bord hatten, die selber international aufgestellt sind und uns in ihren Netzwerken bekannt gemacht haben.

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In eurem Magazin schreiben zudem viele internationale Autoren. Wie werdet Ihr auf diese Autoren aufmerksam und wie gewinnt Ihr diese für euch?

Eine Idee des Tea ist es, dass wir Stories bringen wollen, die tatsächlich genau im Interesse unserer Leser liegen. Deshalb rufen wir regelmäßig bei unseren Partnern und Lesern zu Ideen-Pitches auf: „Schreibt uns Eure Ideen! Schickt uns Stories oder Hinweise zu spannenden Projekten!“ Crowdsourced journalism nennen wir das.

Und mittlerweile läuft es hervorragend – die aktuelle Ausgabe besteht aus 80% aus eben solchen Vorschlägen. Anfangs lief das noch sehr viel über unsere Partner und über unsere eigenen Netzwerke, aber je bekannter wir wurden, umso mehr stiegen auch die Zuschriften.

Ansonsten heißt die Devise: anquatschen & anschreiben. Wenn uns jemand spannendes über den Weg läuft – unabhängig davon, ob im realen Leben oder im Web – wird derjenige gnadenlos auf einen Beitrag angequatscht. Das Schöne ist: die meisten sind sofort dabei.

Die Gründerinnen: Eva-Maria Verfürth (l.) und Sarah Klein (r.)

Im September 2015 wurdet Ihr mit dem Digital Communication Award als bestes Webmagazin 2015 ausgezeichnet. Was denkt ihr, ist euer Erfolgsgeheimnis?

In dem Magazin haben wir zum großen Teil all das verwirklichen können, was uns persönlich im Onlinejournalismus gefehlt hat: gutes Storytelling, überraschende und inspirierende Geschichten, internationale Perspektiven – und das alles auf einer optisch ansprechenden Homepage, die zum Schmökern einlädt.

Nur weil etwas online ist, muss es ja nicht weniger liebevoll gestaltet sein als ein Printprodukt. Also schufen wir – entgegen aller Bedenkenträger – vom Design her eine Art Online Coffee Table Book.

Wir hatten die leise Hoffnung, dass es nicht nur uns so geht, und anscheinend haben wir wirklich einen Nerv getroffen.

Welche Monetarisierungsstrategie nutzt Ihr für euer Online-Magazin?

Im Moment ist es noch überwiegend eine Crossfinanzierung. Herausgeber des Magazins ist unsere Kommunikationsagentur Bunny Island GmbH, über deren Einnahmen unterhalten wir das Magazin.

Aber Ziel ist es natürlich, dass sich Tea after Twelve in naher Zukunft auch selber tragen kann.

Der erste Sponsor ist nun mit an Bord, und wir sind optimistisch, dass schon bald weitere folgen werden.

Ihr habt zu Zweit das Online-Magazin gegründet. Habt Ihr euch bereits zuvor gekannt? Worin seht Ihr die Vorteile im Team zu gründen?

Wir kannten uns tatsächlich schon lange vor der Gründung, und was vielleicht wichtig ist: Wir haben uns über den Beruf kennengelernt, kannten also bereits die Stärken und vor allem auch die Macken des jeweils anderen.

Bei unserem alten Arbeitgeber haben wir bereits ein Webmagazin entwickelt und drei Jahre lang gemeinsam geleitet. Dadurch, dass wir uns schon so lange auf einander einspielen konnten, kommt es im Alltag zu weniger Reibung (was nicht heißt, dass wir nicht auch heftig diskutieren können…), und wir können uns blind aufeinander verlassen.

"Wir sind beide recht ungeduldig und Perfektionsnerds."

Zugegebenermaßen sind wir beide recht ungeduldig und Perfektionsnerds – aber glücklicherweise nie gleichzeitig. So kann man sich wechselseitig immer schön von der Palme und auf den Boden der Tatsachen zurückholen.

Und ein weiterer Vorteil der Teamgründung ist natürlich, dass man gemeinsam an neuen Ideen rumspinnen kann.

Welche Tipps habt für andere Frauen, die gerne selbst gründen möchten?

Im Allgemeinen gilt sicherlich: gute Recherche, ob das eigene Produkt auch eine Marktlücke darstellt.

Im Vorfeld klären, ob die Finanzierung des Projektes für die ersten Jahre gesichert ist.

Und wenn beides erfüllt ist: Nicht von Zweiflern vom Weg abbringen lassen! Just do it!

Vielen Dank für das Interview!

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