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Power Posing: Mit der richtigen Körpersprache zu mehr Selbstbewusstsein

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Vor allem als Frau macht man sich in der Regel kleiner als man ist. Grund dafür ist sicherlich auch unsere Sozialisation und Erziehung. Doch wenn wir erfolgreich sein wollen, dann ist Selbstbewusstsein überaus wichtig. Wie man mehr Selbstbewusstsein durch die richtige Körpersprache forciert und was Power Posing genau bedeutet, erfährst du hier.

Die amerikanische Sozialpsycholgin Amy Cuddy ist Professorin an der Harvard Universität und hat u.a. zu den Themen Macht und Stärke (=Power), nonverbales Verhalten bzw. Körperhaltung (=Posing) und Hormonlevel geforscht. Ergebnis ihrer Forschungen ist: Mach für 2 Minuten Power Posing und du wirst mehr Selbstbewusstsein und Power fühlen. Doch erst einmal zum Anfang.

Schlussfolgerungen aus unserer Körperhaltung

Unser nonverbales Verhalten, also unsere Körperhaltungen, beeinflussen die Schlussfolgerungen anderer Menschen auf uns. Aber auch wir selbst schlussfolgern aufgrund der Körperhaltungen anderer Menschen auf ihre Persönlichkeit. Nonverbales Verhalten gibt uns Aufschluss darüber, wie stark, vertrauensvoll und selbstbewusst eine Person ist. Und daraus folgt auch, ob wir diese Person mögen. Und diese Schlussfolgerungen passieren innerhalb weniger Sekunden. Aber Körperhaltungen können auch voraussagen, wer eine politische Wahl gewinnt, wer im Unternehmen angestellt wird und wer allgemein unterstützt wird. Also jegliche Art der Schlussfolgerung wird bestimmt durch nonverbale Kommunikation.

Überlege dir an dieser Stelle einmal kurz selbst, was du mit deinem Körper machst! Hast du vielleicht die Arme verschränkt oder die Beine gekreuzt? Machst du dich, bspw. in der Bahn oder im Bus, kleiner, damit du die Person neben dir nicht anstößt? Hast du im Flugzeug die Armlehne besetzt oder dein Nachbar?

Ich würde an dieser Stelle behaupten, dass dies jene Körperhaltungen sind, die wir bislang eher von Männern kennen. Womöglich finden wir diese Art des Raumeinnehmens sogar rücksichtslos und unfreundlich. Mir geht es zumindest so, wenn ein Mann neben mir sitzt und ich freundlicherweise die Armlehne freilasse, aber eher diese dafür für sich einnimmt. Zudem wird vor allem bei Frauen erwartet, dass sie nicht breitbeinig dasitzen, sondern, dass wir uns eher zurücknehmen und „Ladylike“ verhalten. Aber wenn wir in dieser Situation sind, haben wir dabei nicht auch das Gefühl zurückgedrängt zu werden? Fühlen wir uns nicht sogar machtlos? Ich zumindest schon, weshalb ich die Studie von Amy Cuddy überaus interessant finde. Amy Cuddys Aussage: „Wenn man sein nonverbales Verhalten optimiert, führt das dazu, dass man sich durch physiologische Veränderung im Körperstärker und selbstbewusster fühlt.“ Zu den physiologischen Veränderungen komme ich gleich noch. Zunächst erst einmal Beispiele von Power Posing.

Beispiele von Power Posing

Hier zunächst vier Bilder von Power Körperhaltung. Sie alle haben gemeinsam, dass die Körperhaltungen sehr offen und ausgedehnt sind. Und genau diese zwei Kriterien bestimmen Power Posing: Offenheit und Ausgedehntheit.

power poses

Diese Power Posen zeigen entweder die Macht, die jemand bereits hat oder das Gefühl, was man nach einem Sieg hat. Wenn wir gewinnen, dann reißen wir fast automatisch die Arme hoch. Die Posen zeigen also, dass man enthemmter ist und sie reflektieren die eigene Power.

power1   power2

Power Posen werden aber auch genutzt, um Macht zu kommunizieren und auszudrücken. Diese Körperhaltungen machen einen größer, wenn man wie in den Beispielen den Raum anderer Menschen einnimmt oder die Hand ausstreckt.

Aber auch in der Tierwelt können wir Power Posing beobachten: der Affe, der die Brust herausstreckt oder der Pfau, der seine bunten Feder auffächert.

Im Gegensatz dazu drückt sich Kraft- und Machtlosigkeit in der entsprechenden Körpersprache aus, wie bspw. durch zusammengezogene und verschlossene Haltungen. Dazu gehören auch verschränkte Arme oder sein Gesicht bzw. Nacken zu berühren. Alles was einen kleiner macht, wie seine Schultern nach vorn einziehen, refelektiert nicht nur die Machtlosigkeit, sondern unterstützt sie sogar.

Fake it until you make it

Wie wir also bereits gelernt haben, führt Macht zu Power Posing. Wer Macht besitzt, der drückt das aus in einer machtvollen Körperhaltung. Nun stellt sich die Frage, ob dies andersherum auch der Fall ist. Kann ich durch Power Posing selbstbewusster werden und mehr Macht ausstrahlen? Also können wir durch unsere Körperhaltung das Gefühl von Macht imitieren und uns dadurch dann irgendwann wirklich machtvoller fühlen? Also „fake it until you make it“?

Ein paralleles Beispiel dazu ist: Wenn wir glücklich sind, lächeln wir. Forscher haben wiederum herausgefunden, dass dieser Prozess auch andersherum funktioniert. Selbst wenn man nicht glücklich ist, aber trotzdem lächelt, fühlt man sich nach kurzer Zeit wirklich glücklicher.

Amy Cuddy’s Studie hat genau diese umgekehrte Wirkung untersucht.

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