Ad Clicks : Ad Views :

Wie die Spanx-Gründerin Sara Blakely mit 5.000$ ein Multi-Million-Dollar Business gründete

/
/
/

Sara Blakely gründete mit 5.000$ das Multi-Million-Dollar-Unternehmen Spanx und wurde damit selbst zur Milliardärin. Die Erfolgsgeschichte liest sich dabei spannender als jeder Roman.

Sara Blakely, die Gründerin der körperformenden Unterwäsche Marke Spanx, hat mit 29 Jahren und nur 5.000 Dollar ihr Unternehmen gegründet. Damit schuf sie nicht nur ein Multi-Million Dollar Unternehmen. 2014 wurde Sara zudem auf der Forbes-Liste als 93. einflussreichte Frau der Welt aufgeführt und hat es mit 1,1 Mrd. US-Dollar Vermögen zur Selfmade-Milliardärin geschafft.

So begann die Erfolgsgeschichte von Sara Blakely & der Marke Spanx

Alles begann, mit einer weißen Hose, die sich Sara Blakely für ein Abendevent gekauft hatte. Sie wollte darunter Unterwäsche anziehen, die durch den hellen Stoff nicht durchscheint. Doch zu jener Zeit gab es hierfür noch keine adäquate Lösung. Die damalige Shapewear bestand aus dicken Materialien und über den Hosenbund, den es nur in Einheitsgrößen gab, wölbten sich die Pölsterchen hervor.

Kurzerhand nahm sie eine stärkere Feinstrumpfhose und schnitt die Füße ab. Doch unter ihrer Hose, rollte sich die Strumpfhose den ganzen Abend wieder an ihren Beinen hoch. Doch eine Idee war geboren. Die Idee der fußlosen Strumpfhose. Und diese Idee entwickelte Sara Blakely letztlich weiter bis zum Produkt Spanx. Doch der Weg bis dahin war hart und steinig.

Zum damaligen Zeitpunkt war Sara Blakely 27 Jahre alt und arbeitete seit einigen Jahren als Tür-zu-Tür Vertreterin für Faxmaschinen. In diesem Job war Sara zwar sehr erfolgreich, jedoch musste sie auch mit jeder Menge Abweisung klarkommen:

"I'd get kicked out of buildings all day long, people would rip up my business card in my face. It's a humbling business to be in. But I knew I could sell and I knew I wanted to sell something I had created. I cut the feet out of those pantyhose and I knew I was on to something. This was it."

Doch diese Zeit machte Sara Blakely nur noch stärker. Sie glaubte an sich und ihre Vision. Und auch wenn die Zeit als Vertreterin sicherlich frustrierend war, so lernte Sara jedoch mit einem gewissen Maß an Hartnäckigkeit zu verkaufen, welches ihr bei der Gründung von Spanx weiterhalf. Man weiß also nie, wozu das, was du gerade tust, in Zukunft noch nützlich und gut sein wird. Auch vor dem Scheitern hatte Sara keine Angst, denn ihr Vater brachte ihr diese Lektion schon in der Kindheit bei:

"My dad encouraged us to fail. Growing up, he would ask us what we failed at that week. If we didn't have something, he would be disappointed. It changed my mindset at an early age that failure is not the outcome, failure is not trying. Don't be afraid to fail."

Der schwierige Weg der Produktentwicklung

Mit ihrer Idee der fußlosen Strumpfhose, die zur innovativen und erfolgreichen Shapewear avancierte, und 5.000$ Ersparnissen, ging Sara Blakely die Produktentwicklung an und stieß auch hier wieder auf jede Menge Ablehnung. Auf der Suche nach Produzenten, die ausschließlich von Männern dominiert war, erkannte niemand den Wert ihrer Idee und so fand sie zunächst keine Unterstützung. Schließlich meldete sich doch ein Hersteller, dessen zwei Töchter begeistert von Saras Idee waren und ihren Vater dazu ermutigten mit Sara zusammenzuarbeiten. So fand Sara ihren ersten Produzenten.

Doch die Idee sollte gleichzeitig auch patentiert werden, um sie zu schützen. Allerdings waren die Kosten (3.000$ – 5.000$) hierfür, mit Hinblick auf das 5.000$ Budget, zu hoch. Und so schrieb Sara kurzerhand ihr eigenes Patent nachdem sie sich die entsprechende Fachliteratur auch dem Buchhandel besorgt hatte. Unkonventionell und vor allem kreativ. Aber auch kein Wunder, denn wer kein Geld hat, muss kreativ sein. Und bekanntermaßen macht Not ja auch erfinderisch.

Eine weitere innovative Idee war, den Hosenbund, welchen es zum damaligen Zeitpunkt nur in Einheitsgrößen und unbequemen Material gab, durch ein vollkommen neuartiges Material und in verschiedenen Größen ihren Kunden anzubieten. Darüber hinaus mussten Familie und Freunde herhalten, um den Produktprototypen zu testen. Ein Novum. Denn jene Industrie testete damals noch keine Produkte in Zusammenarbeit mit potenziellen Kunden.

Zwei Jahre dauerte letztlich die Produktentwicklung, die auch die Wahl des Markennamens sowie des Product bzw. Brand Designs beinhaltete.

Die Besonderheiten der Marke „Spanx“

Für den Namen der Marke, wollte Sara Blakely ein Wort, welches einen starken k-Laut hat. Sie hatte von ihren Comedian-Freunden erfahren, dass k-Laute einen Lacher in ihren Shows garantieren. Als Sara eines Tages im Stau stand, kam ihr die Idee zum Namen „Spanks“. Kurz bevor sie diesen Namen als Markennamen registrieren ließ, tauschte sie „ks“ gegen das „x“. Der Name „Spanx“ war geboren.

"The word 'Spanx' was funny. It made people laugh. No one ever forgot it."

Nun musste noch das passende Design für Produkt und Marke her. Da Sara Blakely kaum Geld für Werbung und Marketing hatte, entschied sie sich für die normalerweise eher No-Go Farbe rot. Dies sicherte ihr maximale Aufmerksamkeit in den Regalen der Kaufhäuser ohne jegliche Werbeausgaben.

Eine weitere Neuheit, die Sara Blakely zusätzlich Aufmerksamkeit einbrachte, stellten die drei unterschiedlich aussehenden, illustrierten Frauen auf den Verpackungen dar. Da Sara jedoch nicht wusste was zudem auf so einer Verpackung draufstehen musste, kaufte sie kurzerhand selbst 10 Packungen anderer Marken und leitete sich daraus ihre Verpackungsgestaltung ab. Sara fand letztlich für jedes Problem eine Lösung.

Die Vermarktung von „Spanx“ & Oprah Winfrey's Hilfe

Das Produkt stand soweit. Nun musste es noch auf den Markt gebracht werden. Hier wählte Sara Blakely zwei Ansätze. Zum einen hatte sie ein Meeting mit einer Einkäuferin der Neiman Marcus Group organisiert und zum anderen schickte sie Oprah Winfrey, der berühmten US-Talkmasterin, einen Produktkorb und einer Karte, auf der sie erklärte, was sie vorhatte.

Das Treffen mit der Einkäuferin der Neiman Marcus Group lief genauso unkonventionell wie schon Saras bisheriger Weg ab. Um die Vorteile ihres Produkts zu präsentieren, nahm sie die Einkäuferin mit auf die Damentoilette und zeigte den erstaunlichen Effekt ihrer Bodyshaping-Unterwäsche am eigenen Körper. Die Einkäuferin kaufte danach für 7 Filialen ein.

"My revenue was $4 million my first year in business, of one $20 item."

Kurze Zeit später, im November 2000, schaffte es ihr Produkt in Oprah Winfrey's Show als ein „Favorite Product“. Diese PR verhalf Sara Blakely zur signifikanten Steigerung ihrer Aufmerksamkeit und Verkäufe. Im ersten Jahr machte „Spanx“ bereits 4 Mio.$ Umsatz und im zweiten Jahr sogar schon 10 Mio.$. Bis dahin hatte Sara noch bei ihrem alten Arbeitsgeber gearbeitet, kündigte nun aber endlich. 2001 unterschrieb sie zudem einen Vertrag mit dem Homeshopping TV-Sender QVC, wo sie unglaubliche 8.000 Stück ihrer Produkte in den ersten 6 Minuten verkaufte.

Und so erfolgreich ist Sara Blakely mit „Spanx“ heute

Mittlerweile werden 200 Spanx-Produkte in 60 Ländern verkauft. Das Unternehmen macht jährlich 250$ Gewinn und die Netto Gewinnmargen liegen schätzungsweise bei 20%. Ihre Geschäftsidee hat Sara Blakely zur Selfmade-Milliardärin gemacht, die noch heute 100% an ihrem Unternehmen hält. Jedoch gibt es Gerüchte um einen IPO (Inital Public Offering = Börsengang). In Deutschland führen zudem mittlerweile 98 Prozent der Wäschehändler die Marke „Spanx“.

Allerdings hatte Sara Blakely bereits vor ihrer Spanx-Gründung den Wunsch nach einer Non-Profit-Organisation gehabt. 2006 gründete Sara daher mithilfe einer 750.000$ Finanzspritze von Virgin-Gründer Richard Branson die Sara Blakely Foundation, welche Frauen durch Bildung und Unternehmer-Workshops fördern soll. Bislang wurden 24 Mio$ gespendet um Bildung und Fempreneurs zu unterstützen.

Und Sara hat weiterhin große Pläne. Der neuste Clou sind formende Jeans sowie Unterwäsche für Männer, natürlich alles Bodyshaping-Produkte. In den Ruhestand sieht sich Sara, trotz ihres Vermögens und Lebenswerks, erst dann gehen, wenn sie den bequemsten High-Heel der Welt entworfen hat.

Ihre eigene Erfolgsgeschichte kann Sara auch heute manchmal noch nicht ganz glauben:

"All this because I didn't like how my butt looked in white pants."

Was wir von Sara Blakely lernen können

In ihrer Unternehmensgeschichte gibt es viele Key Learnings. Am wichtigsten ist jedoch, dass sie, unternehmerisch gesehen, die Lösung für ein Alltagsproblem gefunden hat („Was ziehe ich nur unter meine weiße Jeans?“) und daraus eine ganz neue Industrie geformt hat. Vermutlich wussten viele Frauen gar nicht, dass sie ihre Pölsterchen wegretuschieren wollen mit formender Wäsche, bis Sara ihnen das Produkt dafür angeboten hat. So können auch zusätzlich Bedürfnisse geschaffen werden.

Zudem hatte Sara ein ausgefeiltes Entrepreneurial Design. Durch ein vollkommen innovatives Produkt hatte sie so Marktvorteile herausgearbeitet und sich so einen Vorsprung vor Imitatoren gesichert (auch wenn sie zusätzlich ihr Produkt durch ein Patent schützen ließ). Sara schaffte es mit einem minimalen Budget, und 5.000$ sind für 2 Jahre Produktentwicklung wirklich wenig, ihre Produktidee zu realisieren. Mit Kreativität. Und sie verstand schon damals, dass ein Entrepreneur auch immer Künstler sein muss:

„Wäre ich ein Kunstmaler, würde ich sagen: Spanx ist die Leinwand, die Kleider sind die Farbe. Die richtige Leinwand bestimmt das Ergebnis des Gemäldes."

Das ist, meiner Meinung nach, einfach ein Smart Business Konzept.

Darüber hinaus hat Sara Blakely auch unfassbares Durchhaltevermögen, Unbeirrbarkeit und Mut bewiesen. Sie hat nie den Glauben an sich oder ihr Produkt verloren. Und das ist auch das Geheimnis ihres Erfolges:

"Ich habe ungefähr tausendmal das Wörtchen Nein gehört und habe tausendmal einfach nicht hingehört. Das ist der Schlüssel zu meinem Erfolg."

Wenn du noch mehr über Sara’s Erfolgstipps lesen willst, dann klicke hier.

Du hast immer noch nicht genug von dieser unglaublichen Erfolgsgeschichte? Dann kannst du dir hier noch ein Video anschauen, in dem Sara selbst nochmal erzählt, wie sie ihr Unternehmen Spanx gegründet hat.


  • Facebook
  • Twitter
  • Linkedin
  • Pinterest

2 Comments

  1. Liebe Maxi,
    herzlichen Glückwunsch zur Page,

    weiter so. und VIELEN DANK für diese faszinierende Geschichte!! So viele Tipps, und super, dass du sie am Ende noch mal zusammen gefasst hast.

    Liebsten Dank, hat mir persönlich wirklich geholfen.

    Alles liebe und ganz viel Erfolg weiterhin!
    Yoga rockt,

    Mimi

    • Hallo liebe Mimi,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Das freut mich sehr zu hören, dass dieser Artikel dir weitergeholfen hat.
      Ich werde in Zukunft noch mehrere solcher Artikel schreiben. Und auch zu Yoga wird es zukünftig noch mehr geben. Du kannst daher gerne bei FB folgen und verpasst dann keine neuen Artikel mehr: https://www.facebook.com/fempreneur
      Danke für deine guten Wünsche. Auch dir alles Gute!
      LG, Maxi

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This div height required for enabling the sticky sidebar