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Tools-Talk in Berlin „Cloud-Lösungen in Unternehmen“

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Diesen Mittwoch fand in Berlin der erste Tools-Talk im Rahmen der im Juni anstehenden Tools-Messe statt. Dabei wurde von Experten aus der digitalen Branche das Thema „Digitalisierung durch webbasierte Lösungen in Unternehmen“ diskutiert. Was die Experten dazu sagten, erfährst du hier.

Seit Anbruch des digitalen Zeitalters sind digitale Technologien nicht mehr aus der Arbeitswelt wegzudenken. Diverse Softwareprogramme unterstützen uns in der Verarbeitung und Aufbereitung unternehmerischer Daten. Egal ob Personal-, Vertriebs- oder Marketingabteilung – überall werden intelligente Datenmanagement-Lösungen benötigt. Seit kurzer Zeit spielen dabei Cloud-Lösungen eine immer wichtigere Rolle.

Grund dafür sind die diversen Vorteile durch Cloud Computing: Zum einen werden komplexe Prozesse durch eine benutzerfreundliche Oberfläche vereinfacht. Zudem kann man auf seine Daten von überall aus zugreifen, was zu einer Flexibilisierung der täglichen Arbeit führt. Auch klassische Software-Updates, um die sich Unternehmen bislang selbst kümmern mussten, fallen weg, da diese Aufgabe die Cloud-Anbieter übernehmen. Weitere Vorteile des Cloud-Computing findest du hier.

Doch trotz der diversen Vorteile, die Cloud-Computing Unternehmen bietet, ist die digitale Transformation von webbasierten Lösungen immer noch nicht in allen Unternehmen angekommen. Woran das liegt und wie man das ändern kann, darüber haben diesen Mittwoch Experten der digitalen Branche im Rahmen des Tools-Talk in Berlin diskutiert.

Angst um Data-Leaking

Gründe für die bisherige Zurückhaltung von Unternehmen bezüglich webbasierter Lösungen sind laut Kerstin Sarah von Appen, Change Expertin und Management Coach, vor allem Angst um Data-Leaking: „Unternehmen haben Angst, dass vertrauliche Daten nach außen dringen könnten.“ Christian Marchsreiter, CEO von smartwork solution/SMASHDOCs, sieht diese Angst auch in der deutschen Kultur verankert: „Das ist vor allem ein kulturelles Thema. In den USA hat man keine Angst vor Cloud-Lösungen.“

Webbasierte Lösungen sind auch Chefsache

Einen weiteren wichtigen Punkt spricht Jürgen Stehle, Senior Account Executive bei Salesforce, an: „Bislang wird nur die IT mit dem Thema webbasierte Lösungen konfrontiert, aber nicht die Business Owner selbst. Doch es reicht nicht mehr nur, dass sich lediglich die IT darum kümmert. Der Prozess muss vor allem im Management ankommen. Doch die Bereitschaft sich diesem Thema auf Ebene der CEOs anzunehmen ist bislang nicht groß. Es ist noch nicht oben angekommen, dass dies auch Chefsache ist.Franziska von Hardenberg, Gründerin und Geschäftsführende Gesellschafterin von Bloomy Days, sieht daher auch die Notwendigkeit in der Flexibilität im Denken bei den Entscheidern.

Die Rolle der IT

Da die Implementierung von webbasierten Lösungen von der IT-Abteilung durchgeführt wird, wurde auch das Thema IT diskutiert. Julian Riedlbauer, Partner der Investmentbank GP Bullhound, sieht daher auch die Herausforderungen in den IT-Abteilungen, da man hier oft auch auf Widerstände treffe. Julian Heister, Senior Product Marketing Manager bei Microsoft, entgegnet: „Es gibt auch IT-Leiter, die innovativ sind, bspw. bei Henkel. Die IT ist ein Gatekeeper.“ Jürgen Stehle sieht die IT zudem als Erfüllungsgehilfen.

Change Management ist notwendig

Doch wann sind Unternehmen bereit für Veränderungen? Kerstin Sarah von Appen sagt dazu: „Menschen und Unternehmen ändern sich nur, wenn ein gewisser Schmerz bzw. Dringlichkeit zu spüren ist.“ Franziska von Hardenberg wirft ein: „Ist es dann nicht zu spät?“ „Daher muss man generell eine Innovationskultur im Unternehmen etablieren und entsprechend vorausblickend arbeiten“, antwortet von Appen.

Angst vor Fehlern

Katja Gross, Projektleiterin der Tools-Messe und Moderatorin der Diskussionsrunde, brachte zudem das Thema „Failure Telling“ mit ein. Denn man müsse auch eine kulturelle Bereitschaft entwickeln über Fehler zu reden, so Gross. Bekanntermaßen hat es der Fehler in Deutschland nicht leicht. Hierzulande begreift man den Fehler immer noch zu wenig als Chance für die eigene Lernkurve. Vielmehr haben Mitarbeiter und CEOs Angst davor Fehler zu machen, was auch die Einführung von Cloud-Services erschwert. Jürgen Stehle sagt dazu „Transparenz ist kein Fehler. Sie kann uns sogar helfen. Wir müssen einen Mindshift hinbekommen und unsere Angst verlieren.“ Franziska von Hardenberg sieht hierbei Startups im Vorteil: „Startups sind viel angstfreier. Man muss Angst abbauen, indem man in kleinen Schritten einfach anfängt.“

Datensicherheit

Ein weiteres Thema ist die Datensicherheit. Jürgen Stehle sagt dazu: „Zwar werden Millionen in die Datensicherheit investiert, jedoch sitzen in der Regel in einem Unternehmen mit 1.000 Mitarbeiter ca. 10-15 IT-Mitarbeiter, wovon max. 1,5 Personen regelmäßig Seminare zum Thema Datensicherheit besuchen. Wichtig ist daher die Kompetenz in der IT, wenn es um Datensicherheit geht.“ Christian Marchsreiter sieht dieses derart kritisch angesehene Thema der Datensicherheit auch durch die Medien unsachgemäß hochgepusht. Julian Heister ergänzt dazu: „Dieses Thema wird in Deutschland auch sehr emotional besprochen.“ Jürgen Stehle weist zudem daraufhin, dass der Großteil von Datenverlust nicht in den Unternehmen, sondern entweder zwischen Anwender und Endgerät oder durch verloren gegangene Endgeräte stattfindet.

Hemmnisse abbauen

Da stellt sich nun natürlich die Frage, wie man die Hemmnisse zur Einführung webbasierter Lösungen abbauen kann. Franziska von Hardenberg schlägt hierfür eine spielerische Herangehensweise vor. Christian Marchsreiter plädiert zudem für eine Testphase bei Cloud-Lösungen in der man die Vor- und Nachteile festhält und dann im Anschluss mögliche Sicherheitsthemen Schritt für Schritt abarbeitet.  Und Katja Gross ergänzt: „Also ganz nach dem Nike-Motto: Just do it.

Fazit des Tools-Talk

Kerstin Sarah von Appen betont abschließend jedoch noch, dass aus Change-Management-Sicht genau solche Emotionen und Sicherheitsbedürfnisse ernst genommen werden müssen, um damit auch alle Mitarbeiter in einer Organisation mitzunehmen. Franziska von Hardenberg betont zudem die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen der Old und der New Economy. Und Julian Heister ergänzt: „Es müssen alle Generationen mit auf die Reise genommen werden, auch die Babyboomer. Zudem benötigt es Offenheit um Businessprozesse zu transformieren.“ Und Katja Gross schließt ab mit der Feststellung, dass das Schmerzhafte weniger das Digitale sondern die Transformation sei.

Der digitale Wandel, der den ganzheitlichen Einsatz von webbasierten Lösungen einschließt und somit letztlich auch die Zukunft darstellt, wird also bislang noch durch Angst, Unwissenheit und alten gewohnten Strukturen ganz nach dem Motto „So haben wir es schon immer gemacht“ verhindert. Vor allem müssen daher die CEOs offen für Innovationen sein und die entsprechende Umsetzung auch forcieren. In Kombination mit einem Change-Management-Ansatz, der alle Mitarbeiter abholt und mitnimmt, kann so die digitale Transformation auch in deutschen Unternehmen geschafft werden.

Du interessierst dich für webbasierte Lösungen, die dir deine alltägliche Arbeit erleichtern? Dann schau doch auf der Tools-Messe (16.+17.Juni) vorbei.

 

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