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Veränderung #2: Ins Handeln kommen | Kolumne von Maxi Knust

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Diese Kolumne erschien zuerst im Juni 2018 in der Berliner Zeitung

Das ganze Leben fließt und ist stets Veränderungen unterworfen. Doch manche Veränderungen treten plötzlich ein durch eine Situation, die einem im ersten Moment auch mal den Boden unter den Füßen wegziehen kann. Doch was wissen wir überhaupt über Veränderungen?

Aus persönlicher Erfahrung, weiß ich, dass mit Veränderung gerne auch mal schmerzhafte Ereignisse einhergehen. Also etwas, was wir meist gerne vermeiden wollen. Infolgedessen gehört Veränderung nicht unbedingt zum Profil eines guten Freundes und meist eilt eher sein schlechter Ruf voraus.

​Es fühlte sich an wie Scheitern und nicht gut genug zu sein, einfach verdammt mies.

Vom „Zauber des Anfangs“, wie ihn Hermann Hesse beschreibt, spürt man in der Realität meist herzlich wenig. Vor etwa vier Jahren hatte ich meinen ganz persönlichen schwarzen Donnerstag als meine Probezeit wider Erwarten nicht verlängert wurde. Es fühlte sich an wie Scheitern und nicht gut genug zu sein, einfach verdammt mies. 

Doch ich erinnerte mich dann an einen Spruch: „Was sich wie das Ende anfühlt, ist oftmals ein Anfang.“ Da mir eh nicht viel Zeit blieb den Kopf in den Sand zu stecken, wurde ich aktiv. Wichtig war eigentlich nur, überhaupt den ersten Schritt zu machen.

​Wichtig war eigentlich nur, überhaupt den ersten Schritt zu machen.

Ich zog zunächst wieder in eine günstigere Studenten-WG, jobbte nebenher und las vor allem einige Bücher über Entrepreneurship, u.a. das Buch, was sicherlich jeder Gründer gelesen hat: Die 4-Stunden Woche von Tim Ferriss. Ja, wer träumt nicht von einer 4-Stunden Woche? Doch mich faszinierte noch viel mehr als nur die Aussicht auf eine entspannte Woche, denn so ganz realistisch ist das oftmals dann doch nicht. Allerdings stellte das Buch meine eigene Vorstellung davon, wie ein Startup aufgebaut sein muss oder was man alles braucht, vollkommen auf den Kopf.

Auf einmal war viel mehr möglich und ich war inspiriert. Aber ich hatte auch Zweifel und überlegte mich wieder zu bewerben. Denn irgendwie war die Idee mich jetzt selbstständig zu machen doch irgendwie sehr verrückt. Denn ehrlich gesagt, fühlte ich mich mit 26 Jahren damals zu jung, zu unerfahren, und mir fehlten das nötige Startkapital und die zündende Geschäftsidee.

​Irgendwas fehlt immer. ​Den perfekten Zeitpunkt – den gibt es ​nicht.

Aber so ist das doch eigentlich immer, oder? Irgendwas fehlt immer. Und den perfekten Zeitpunkt – den gibt es auch nicht. Und wie ich lernte, waren das alles nur Ausreden und der richtige Moment mit etwas anzufangen, ist nicht in der Zukunft, sondern JETZT!


​Maxi Knust

Seit 2015 veröffentliche ich in meinem digitalen Magazin fempreneur.de Artikel und Interviews mit Gründerinnen. 2017 folgte die Herausgabe des ersten inspirierenden Buches für selbstständige Frauen femalefoundersbook.com. ​Meine Leidenschaft ist, Veränderung zu gestalten und die Sichtbarkeit und Geschichten von Frauen zu stärken. Im Sommer 2018 durfte ich in der Berliner Zeitung einen Kolumnenserie über das Thema "Veränderung" veröffentlichen.

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